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Schwierige Liebe

Der Wind wehte durch ihr Haar und die Sonne ging in einem orangenen Schleier aus Dunst unter. Sie wollte es nicht, doch die Umstände ließen ihr keine Wahl. Langsam beugte sie sich nach vorne und umarmte ihn. Er selbst sagte nichts, blickte nur einmal kurz zu ihr, zwinkerte ihr zu und konzentrierte sich wieder auf die alte, holprige Straße. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont. Das Gefühl von Unsicherheit verschwand und ein Gefühl von Freude und Verliebtheit nahm den Platz ein. Sie fuhren mit dem Roller an den Wächtern vorbei, die nur erstaunt auf das blonde Mädchen hinter dem großen, schlanken Jungen starrten. Ein blondes Mädchen in dieser Gegend, das war eine Seltenheit. Sie wünschte sich diese Fahrt würde nie enden, doch in der Ferne sah sie das Haus und den mit Rosen umzäumten Eingang. Rote Rosen. Alles wäre perfekt. Ja perfekt. Perfekt wenn sie ihn wieder sehen würde, perfekt wenn sie ihm ihre Liebe gestehen könnte. Doch ihr fehlte dazu der Mut. Zum Abschied umarmten sie sich. Sie wünschte sich er würde sie nie wieder loslassen und es viel beiden schwer sich zu verabschieden. Er stieg auf seinen Roller, schweigend, ließ den Motor an, blickte noch einmal zurück, zog die Augenbraue hoch, sie liebte diesen Blick und fuhr los. Noch einige Male blickte er zurück und sie wartete und winkte ihm bis das grelle, rote Licht seines Roller um die Ecke verschwunden war. Rot, rot wie die Rosen, rot wie der Sonnenuntergang.

Sie war verliebt.

 


 

20.12.13 22:53

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